Sie haben den Entschluss gefasst Ihr eigenes Business aufzubauen, sind von Ihrer Geschäftsidee überzeugt und suchen die bestmöglichen Erfolgschancen für Ihr Unternehmen? Dann werden Ihnen diese 6 Branding Tipps weiterhelfen.

Zuerst: was ist überhaupt eine Marke?

Marty Neumeier sagt: 

„Eine Marke ist das gute Gefühl von einem Menschen gegenüber einem Produkt, Service oder einem Unternehmen.“

oder

„Eine Marke ist nicht das was man über sich selbst sagt, sondern was die anderen über dich sagen.“ 

Mit anderen Worten: eine Marke existiert in den Köpfen Ihrer Kunden und ist geprägt durch die Wahrnehmung Ihres Unternehmens. All das ist das Ergebnis, wie Sie kommunizieren, woran Sie glauben, was Sie tun. Eine Marke ist also kein Logo, Trademark oder Corporate Design sondern das Drumherum.

Hier sind 6 Tipps für Start-ups oder Unternehmen, die eine echte Marke werden wollen.

1. Das Warum

Das Fundament jeder starken und erfolgreichen Marke ist der Glaube und das eigene Warum. Warum sind wir hier? Warum gibt es unser Unternehmen? In unseren Kundenprojekten orientieren wir uns stark an dem Golden Kreis von Simon Sinek. Der Kreis besteht von außen nach innen aus der Was-, Wie- und Warum-Ebene. Jedes Unternehmen kann sagen was sie tun, welche Produkte oder Leistungen sie anbieten. Besonders gute kommunizieren auch das „Wie“ zum Beispiel anhand ihres USP.

Die wenigsten können aber laut Simon Sinek sagen „Warum“ sie tun „Was“ sie tun. Dies ist der Schlüssel und die treibende Kraft zu mehr Erfolg mit Ihrer Marke, und die Chance auf loyale Kunden. 

Stellen Sie sich also die Frage: Warum gibt es uns? Woran glauben wir? Was möchte unser Unternehmen bewirken? Die Antwort auf das „Warum“ ist nicht leicht, doch es zahlt sich für Ihre Positionierung dauerhaft aus.

Darüber erreichen Sie nicht nur die Zielgruppe die Ihre Werte teilt, sondern auch zukünftige Mitarbeiter (Employer Branding), die die Marke leben und zu internen Markenbotschaftern werden.

2. Die Nische und das Wie

Wenn Sie Ihr eigenes Business gründen, möchten Sie Ihren Kunden ein Produkt oder eine Leistung anbieten. Doch im Jahr 2019 ist der Markt in vielen Branchen stark ausgereizt. Kunden bekommen durch Google mehre Angebote einer Branche auf einen Schlag präsentiert. Daher ist es wichtig eine klare Nische mit dem USP zu finden. Ohne klare Nische wird es für Sie sehr schwer ohne preislichen Konkurrenzkampf wirtschaftlich am Markt zu bestehen.

Doch wie findet man ein solche Nische?

Analysieren Sie Ihre Mitbewerber: Was bieten sie an und was bieten sie nicht an? Welchen zusätzlichen Service können Sie Ihren Kunden anbieten? Finden Sie heraus welche Bedürfnisse Ihre Kunden haben und werden Sie Problemlöser.

3. Zielgruppe

Was sind die klassischen Fragen in einem Kick-Off-Meeting?
„Wer ist Ihre Zielgruppe?“ 
Die häufigste Antwort: „Alle.“

Die Zielgruppe „Alle“ oder „Im Alter von 20-80“ gibt es nicht. Eine 76-jährige Frau mit einer Wohnung hat einen anderen Lebensstil und andere Bedürfnisse als eine 76-jährige Frau mit Haus, die dreimal täglich mit ihrem Hund spazieren geht.

Daher sollte man sich ernsthaft mit seiner eigenen Zielgruppe beschäftigen. Anhand sogenannter Buyer Personas können Sie die Kundengruppe sehr gut skizzieren und immer weiter ausarbeiten. Eine Buyer Persona enthält Namen, Hobby, Alter und Hintergrundgeschichten.

Wie gestaltet die Persona ihren Alltag? Was macht Sie in Ihrer Freizeit? Welche Probleme hat Sie in Ihrem Alltag, welche Bedürfnisse hat sie und wie können Sie diese Bedürfnisse mit Ihrem Produkt oder Service stillen? 

4. Eine Message ohne Lärm

Unternehmen schreiben und erzählen gerne über sich selbst. Was sie machen, wie gut sie sind, warum man mit ihnen zusammen arbeiten sollte. Generell neigen viele dazu über das Marketing viel Lärm zu machen, den niemand hören möchte oder interessiert.

Stellen Sie sich einen potenziellen Kunden vor:

Er sucht gezielt ein Produkt und schaut sich über die Googlesuche verschiedene Webseiten an. Dort wird nur beschrieben, wie toll das jeweilige Produkt ist, welche tolle Funktionen es hat, wieviel Erfahrung das Unternehmen bereits hat usw. Alle diese Punkte sind nicht falsch, nur sollten sie an der richtigen Stelle zu finden sein.

Antworten Sie auf die Frage Ihres potentiellen Kunden mit einer klaren und einfachen Nachricht, um diesen Lärm zu vermeiden. Da Sie bereits Ihr Warum, Ihre Nische und die Zielgruppe definiert haben, können Sie das in einem Satz zusammenfassen. Die Essenz von Branding ist die zielgruppenrelevante Message, denn niemand erinnert sich an ein Unternehmen, das nur Lärm macht.

Ein Beispiel: 

Stellen wir uns vor, Ihre Firma trägt den Namen „Steuerberater Müller.“ Ihre Kunden möchten Sicherheit und ein sorgenfreies Business, wollen sich nicht mit Zahlen und Steuern beschäftigen. 

Sie lösen die Probleme Ihrer Kunden indem Sie sich um die Steuern und die Zahlen kümmern und in verständlicher Sprache mit Ihren Kunden sprechen.

Die prominent platzierte Message auf Ihrer Website könnte lauten:

„Wir helfen Unternehmen nicht nur bei Ihren Steuern, sondern passen auf Ihr Unternehmen auf. So können Sie sich sorgenfrei auf Ihr Geschäft konzentrieren und wir kümmern uns um den unangenehmen Teil.“

So hat der potenzielle Kunde die gewünschten Informationen in einem Satz zusammengefasst und fühlt sich verstanden.

5. Design macht die inneren Werte sichtbar

Wenn Sie die vier vorherigen Punkte klar definiert haben, soll das auch visuell im Logo und im Corporate Design widergespiegelt werden. Suchen Sie sich einen guten Designer, der an Ihrem Erfolg interessiert ist und mit Ihnen ein einheitliches Corporate Design erschafft, das Ihre Werte zeigt.

Dieses Investment lohnt sich, da das zukünftige Design Ihre Zielgruppe anspricht und sie klar von Ihren Mitbewerbern differenziert. So wird Design zum nachhaltigen Investment statt zum Kostenfaktor.

6. Marketing mit Brand Strategy verknüpfen

Branding und Marketing greifen ineinander, sollten jedoch trotzdem getrennt voneinander und aufeinander aufbauend entwickelt werden. Die Marketingkanäle spielen in Ihrem Markenmanagement eine wichtige Rolle um Ihren Kunden zuzuhören und wertvolle Erkenntnisse zu sammeln. Über Ihr Marketing kommunizieren Sie Ihre Marke und erzählen Ihre Geschichte.

Zum Abschluss

Halten Sie Ihre Marke in Form

Ein Branding ist nie fertig sondern „always beta.“ Sammeln Sie Kundenfeedbacks und verfeinern Sie Ihre Buyer Personas. Ihr Marke wird wachsen und aus loyalen Kunden werden überzeugte Markenbotschafter.

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Artikel weitergeholfen hat. Sollten Sie eine Frage haben, die nicht in diesem Artikel beantwortet wurde, beantwortet wir diese gerne HIER.

Foto: © alonesdj